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Schweizer und Studenten gesucht

Um innerhalb der ASO-Deutschland vermehrt die Interessen junger Auslandschweizer und Studenten zu vertreten, suche ich Schweizer, die Interesse an der Bildung eines gemeinsamen Netzwerkes haben. Dazu soll auf das Internet zurückgegriffen und vor allem die demnächst startende Plattform swisscommunity.org genutzt werden.

Ich bin Arnd Budde (22), studiere in Göttingen Betriebswirtschaft und freue mich über Rückmeldungen per Mail an

Arnd Budde

Unmut über Sparmassnahmen

Die bevorstehende Schliessung des schweizerischen Generalkonsulates in Düsseldorf auf Ende 2010 sorgte für grosse Unzufriedenheit unter den Delegierten der Schweizer Vereine Deutschlands. Sie trafen sich am Auffahrtswochenende zu ihrer Jahrestagung in Braun-
schweig.
Aus der „Schweizer Revue“ 3/2010 von Monika Uwer-Zürcher

Nach der Schliessung der konsularischen Vertretungen in Dresden (2006) und Hamburg (2009) setzt der Rotstift des Departements von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in Düsseldorf einen Schlussstrich. Für die Schweizer in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich ab Anfang 2011 das Generalkonsulat Frankfurt zuständig sein. Der Gesandte Urs Hammer von der Schweizer Botschaft in Berlin konnte immerhin berichten, dass sowohl in Hamburg als auch in Bremen je ein Honorarkonsul eingesetzt wird.
Ebenfalls für heftige Kritik sorgte eine weitere geplante Sparmassnahme des Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), die das Aus für die Internetplattform Swissinfo bedeuten würde.
Elisabeth Michel, Präsidentin der Auslandschweizer-Organisation Deutschland fand deutliche Worte: «Ausgerechnet in einer Zeit, wo durch CD-Datenklau, die Annahme der Minarett-Initiative und die Schmähung deutscher Einwanderer das Renommé der Schweiz in Misskredit geraten ist, wo es für uns Schweizer immer schwieriger wird, unser Land in ein gutes Licht zu rücken, soll die Präsenz der Schweiz in Europa reduziert werden.» Mit Swissinfo solle zudem eine Internetplattform gecancelt werden, die durch seriösen Journalismus in acht Sprachen ein ausgezeichnetes Aushängeschild für unser Land sei.

24 Schweizer Vereinigungen aus ganz Deutschland sandten ihre Vertreter in die Residenzstadt der Welfen, die nicht zuletzt durch ihre Lage am ehemaligen «Zonenrand» vielen Anreisenden nicht bekannt war. Schon gar nicht den Politikern der vier schweizerischen Regierungsparteien, die sich auf den weiten Weg nach Braunschweig gemacht hatten, um in Deutschland um die Gunst der Wähler und Wählerinnen zu buhlen. Der Tessiner CVP-Ständerat Filippo Lombardi brachte es auf den Punkt: «Auslandschweizer werden von den Parteien erst dann wahrgenommen, wenn sie Wähler sind.» Als Präsident der Parlamentariergruppe Auslandschweizer ist er bestens vertraut mit den Problemen und Anliegen seiner Landsleute im Ausland. Am Podiumsgespräch, das der Auslandschweizerrat Peter S.Kaul aus Dresden leitete, nahmen auch die Nationalräte Ernst Schibli (SVP), Walter Müller (FDP) und Max Chopard (SP) teil. Alle drei gaben sich überrascht über das Engagement vieler Schweizer Vereinigungen Deutschlands, die nicht nur Folklore und Fondue anbieten. Der freisinnige Müller gibt zu, die Auslandschweizer noch nie so richtig wahrgenommen zu haben. Er wünsche sich eine Verbesserung der Informationskanäle für beide Seiten. Auch Sozialdemokrat Chopard gab an, dass für ihn Landsleute im Ausland bisher kein Gesicht gehabt hätten. Er nehme starke Impulse mit nach Hause. Die Podiumsveranstaltung geriet so zur Nachhilfe für Schweizer Politiker, zumal Gesprächsleiter Kaul als Einstieg die beachtenswerten Aktivitäten des Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclubs in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentierte (s.S. VIII). Das Ziel der ASO schien erreicht: SP-Nationalrat Chopard bekundete zuletzt gar Interesse an der Parlamentariergruppe Auslandschweizer.

In ihrem Jahresbericht freute sich Präsidentin Michel, dass sich die Anzahl der Mitglieder nach Jahren der Talfahrt um 184 zugenommen hat. Erfolg kann sie auch in Essen verbuchen: Der dortige Schweizer Verein konnte aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Zudem wurde eine neue Vereinigung in die Reihen der ASO-Deutschland aufgenommen. In Ulm hatte eine Gruppe unternehmungslustiger Schweizer im Frühjahr den Schweizer Verein Ulm gegründet (s.S. III).

Für Gesprächsstoff sorgte, dass alle Auslandschweizer, von denen eine E-Mail-Adresse bekannt ist, die «Schweizer Revue» auf elekronischem Wege erhalten. Rudolf Wyder, Direktor des Auslandschweizer-Sekretariats in Bern riet: «Alle, die lieber wieder die Printversion der «Schweizer Revue» in Händen halten möchten, können diese unter www.swissabroad.ch ordern.»
Der Schweizer Verein Braunschweig unter der Leitung von Alice Schneider hatte aus Anlass seines 100jährigen Bestehens die Konferenz ausgerichtet und ein reiches Rahmenprogramm arrangiert. Am Samstag Abend schliesslich wurde in feierlichem Rahmen der Geburtstag des gastgebenden Vereins begangen (s.S. VI).
Im kommenden Jahr werden die Delegierten der Schweizer Vereine vom 2. bis 5. Juni im Schweizerhaus in München tagen. Als Gastgeber wird der Schweizer Verein München die Jahreskonferenz 2011 ausrichten.

Schweizer auf dem Burgplatz in Braunschweig: Eine Stadtführung durch das historische Zentrum von Braunschweig war ein Muss. (Foto: Petra Georg)

So idyllisch ist es mitten in Braunschweig. Für die Flossfahrt auf der Ocker hätte es jedoch ein paar Grad wärmer sein dürfen. (Foto: Tatjana Weloch-Süess)

MONIKA UWER-ZÜRCHER

Swissinfo in Gefahr!

Swissinfo in Gefahr!

Was ist zu tun:
1. Vernehmlassungsantwort zurückschicken. (Für Adressen und  Mustertext bitte hier klicken)
2. Unter www.rettet-swissinfo.ch Online-Petition unterschreiben
3. Denn Link an alle Freunde und Verwandte und Sympathisanten schicken
4. Swissinfo zu Ihrer eigenen Startseite im Internet wählen, denn jeder Klick zählt!

Die Vernehmlassung zu swissinfo endet am 28. Mai 2010! Haben Sie Ihre Vernehmlassungsantwort schon abgegeben? Nein? Dann ist es jetzt 5 Minuten vor 12!!

Sie alle kennen www.SWISSINFO.CH, eine der wichtigsten und informativsten Multimediaplattformen, die die Schweiz zu bieten hat. Sie ist permanent auf dem aktuellsten Stand und wird in ACHT!! Sprachen ins Netz gesetzt – absolut einmalig. Sie ist längst nicht nur für uns Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sehr, sehr wichtig, sondern für alle Internetbesucher, die mehr und vor allem neutral etwas über die Schweiz, ihre Art, ihre Politik, ihre Menschen erfahren möchten. Keine andere Plattform könnte die Schweiz besser und umfassender präsentieren. Sie ist auch wichtig für Besucher aus Ländern, die von Demokratie nur träumen können, verhilft ihnen zu Informationen nicht nur über unser Land, sondern auch über andere Länder und deren Politik, die sie sonst nie zu lesen bekämen. Sie unterstützt damit sehr direkt auch die Demokratiebewegungen in Ländern, in denen Menschen um ihre Rechte kämpfen müssen, ganz einfach, weil sie ihnen zeigt, dass Demokratie, freie Meinungsäußerung existieren und möglich sind.

Wenn wir alle uns jetzt nicht geschlossen wehren, wird es diese wichtige Plattform ab Ende 2011 nicht mehr geben, weil sie dem Sparstift der Schweizer Regierung zum Opfer fallen wird. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir unterstützen gerne jede Sparmaßnahme, doch hier würde ganz eindeutig an der falschen Stelle gespart. Helfen Sie mit, das zu verhindern.

1.      Richten Sie Ihre Startseite im Internet mit SWISSINFO ein. Jeder „Klick“ auf die Startseite und auch innerhalb der Seiten wird gezählt und hat dann auch Gewicht. Nur eine Seite, die viel besucht wird, hat eine Überlebenschance.

2.      Bis zum 28. Mai läuft die Vernehmlassung zum Sparpaket des Bundes. Jede Organisation/Person kann eine Vernehmlassungsantwort an die Finanzverwaltung schicken. Hier ist Ihre Unterstützung gefragt. Wir haben für Sie eine mögliche Antwort vorbereitet. Fühlen Sie sich aber völlig frei, den Vorschlag anzupassen oder eine ganz eigene Antwort zu schreiben. Deshalb bekommen Sie das Schreiben auch als Word-Datei. Verteilen Sie diese Vernehmlassungsantwort unter Ihren Freunden, Ihren Nachbarn, Ihren Familienmitgliedern. Verteilen Sie sie an alle, von denen Sie annehmen, dass ihnen gute Informationen wichtig sind. Jeder möge den Brief entweder an die Finanzverwaltung per Post schicken oder an mailen bis zum 28. Mai. Sie finden den Brief in der Anlage! Handeln Sie!

3.      Die  Unterstützungswebsite www.rettet-swissinfo.ch ist mittlerweile aufgeschaltet, um mit einer Online-Petition Unterschriften für swissinfo zu sammeln. Machen Sie auf diese Online-Petition ebenfalls aufmerksam, verbreiten Sie den Link dazu – und vor allem, unterschreiben auch Sie diese Online-Petition.

Vielleicht haben Sie diese Mitteilung schon von anderer Seite erhalten. Macht nichts, es zeigt nur, wie dringlich die Angelegenheit ist. Außerdem – doppelt genäht hält besser. Wir müssen es einfach schaffen, Swissinfo zu retten, auch und gerade in unserem eigenen Interesse. Wenn Sie alle mitmachen, wenn wir einen Schulterschluss praktizieren, gelingt uns das auch!

Ich grüße Sie alle ganz herzlich

Elisabeth Michel
Präsidentin ASO-Deutschland
Max-Reger-Straße 31
49076 Osnabrück

Vernehmlassungvorschlag als Briefmuster zum Download